Mit E-Mail Import kannst du Inhalte von Postfächern, die bei einem externen IMAP-Anbieter (z. B. Gmail) oder in einem anderen Control Panel (z. B. cPanel/Plesk) liegen, in Postfächerin dein turbopress Hosting-Paket übernehmen.
Der Import funktioniert so:
- Alle IMAP-Ordner (inklusive eigener Ordner) und deren E-Mails werden kopiert.
- Datum/Zeit der E-Mails bleiben erhalten.
- Der Status gelesen/ungelesen bleibt erhalten.
- E-Mails werden auf der Quelle nicht gelöscht (es wird kopiert, nicht verschoben).
Voraussetzungen
- Auf der Ziel-Domain existiert (oder wird angelegt) ein Postfach, in das importiert werden soll.
- Das Quellpostfach ist per IMAP erreichbar, inklusive Benutzername und Passwort.
Hinweis für Gmail/Google: Je nach Kontoeinstellungen muss IMAP im Quellpostfach aktiviert sein. Bei Google-Konten mit 2‑Schritt‑Verifizierung brauchst du meist ein App-Passwort (oder du deaktivierst 2‑Schritt‑Verifizierung kurzzeitig für die Dauer des Imports).
E-Mails importieren (Standard)
- In Plesk zu Website & Domains wechseln.
- Die gewünschte Domain anklicken.
- E-Mail Import öffnen und E-Mail-Nachrichten importieren starten.
- Als Quelle die vollständige E-Mail-Adresse (z. B.
[email protected]) bzw. den IMAP-Benutzernamen und das Passwort eingeben. - Ziel auswählen: Entweder ein neues Postfach erstellen oder ein bestehendes auswählen.
- Mit OK starten.
Plesk versucht standardmäßig, per IMAP über SSL eine Verbindung zur Quelle herzustellen.
Hinweis zu SSL/TLS und unsicheren Verbindungen
Wenn der Quellserver kein IMAP über SSL unterstützt oder ein selbstsigniertes/ungültiges Zertifikat verwendet, fragt Plesk nach, ob du den Import ohne SSL fortsetzen möchtest. Ohne SSL werden E-Mails unverschlüsselt übertragen. Wenn du sensible Inhalte hast, solltest du den Import abbrechen und das Zertifikat/IMAP auf der Quelle korrigieren lassen.
Erweiterte Optionen
In manchen Fällen musst du zusätzliche IMAP-Parameter angeben, z. B. wenn Plesk den IMAP-Server nicht automatisch erkennt oder ein ungewöhnlicher Port verwendet wird.
- IMAP Host: Manuell setzen, wenn Plesk den Hostnamen nicht erkennen kann oder du als Login nur
userstatt[email protected]angibst. - IMAP port: Standard ist
993(IMAP über SSL) bzw.143(ohne SSL). Bei abweichendem Port hier anpassen. - IMAP-Verschlüsselung: Festlegen, ob immer SSL genutzt werden soll oder immer ohne SSL (Plain IMAP).
- IMAP-Timeout: Standard ist 30 Sekunden. Bei langsamen Quellservern den Wert erhöhen.
- IMAP Ordnertrennzeichen: Wird normalerweise automatisch erkannt. Wenn die Ordnerstruktur nach dem Import falsch ist, setze hier den Wert
w/aund starte den Import erneut.
Wenn du den IMAP-Server nicht kennst
Wenn dir der Hostname des IMAP-Servers nicht bekannt ist, frage beim E-Mail-Anbieter nach (Stichwort: IMAP-Server/Hostname).
Ohne korrekte Serverangabe kann der Import nicht durchgeführt werden.
Quelle
Diese Anleitung basiert auf der offiziellen Plesk-Dokumentation „Importing Mail“.