Betreust du als Agentur oder Freelancer viele Websites für Kunden, kommt es auf drei Dinge an: Wer hat welche Verträge und Rechnungen, wer darf was ändern, und wie behältst du den Überblick? Dieser Leitfaden zeigt, was das Panel dafür heute kann und wie du es am besten aufsetzt.
1. Als Partner anmelden
Agenturen, Freelancer und Gewerbetreibende bekommen nach der Freischaltung 30 % Rabatt auf Hosting-Tarife, die sie unter ihrem Agentur-Account bestellen. Domains berechnen wir zum Normalpreis. Wie du dich anmeldest, steht in Als Agentur bei turbopress hosten.
2. Das Konto-Modell: eins für alle oder eins je Endkunde?
Unsere Empfehlung: Ein Konto für deine Agentur, in dem alle Hosting-Pakete deiner Kunden liegen. Deine Mitarbeiter arbeiten darin als Benutzer mit den Rechten, die sie brauchen (siehe Weitere Benutzer einladen und Rechte vergeben). Du hast alle Websites an einer Stelle und rechnest selbst mit deinen Kunden ab.
Soll dein Endkunde die Rechnungen von turbopress selbst bekommen und bezahlen, braucht er ein eigenes Konto. Dein Kunde legt es selbst an, bei seiner Bestellung oder über die Registrierung, und ist dann Inhaber dieses Kontos. Anschließend lädt er dich in der Benutzerverwaltung als Benutzer mit den passenden Rechten ein. Danach wechselst du über das Menü oben rechts mit Konto wechseln zwischen deinem Agentur-Konto und den Konten deiner Kunden. Ob dein Agentur-Rabatt auch für so ein Konto gilt, klärt der Support.
| Ein Konto für die Agentur | Ein Konto je Endkunde | |
|---|---|---|
| Rechnung und Zahlung | Alles läuft über dein Konto. Rechnungen an eine andere Adresse, zum Beispiel deine Buchhaltung, stellst du über einen Kontakt ein (Rechnungen an eine andere E-Mail). | Der Endkunde bekommt und bezahlt die Rechnungen für sein Paket. |
| Überblick | Die Seite „WordPress-Sites“ zeigt alle Websites auf einmal. | Die Seite „WordPress-Sites“ und das Sammel-Update zeigen nur die Websites des Kontos, in dem du gerade angemeldet bist. |
| Rechte | Rechte gelten für das ganze Konto. Jeder Mitarbeiter mit Zugriff sieht alle Kunden. | Rechte sind je Kunde getrennt. Dein Kunde ist Inhaber seines Kontos und lädt dich als Benutzer ein. |
| API-Tokens | Höchstens 20 aktive Tokens für alle Kunden zusammen. | Höchstens 20 aktive Tokens je Konto. |
3. Team und Rechte
Lade Mitarbeiter und Freelancer als Benutzer ein und gib ihnen nur die Rechte, die sie brauchen: ansehen, ändern, Zugangsdaten. Dieselben Rechte gelten im Chat, im KI-Zugriff und in der API. Alles dazu steht in Weitere Benutzer einladen und Rechte vergeben.
4. Alle WordPress-Websites auf einer Seite
Unter turbopress → WordPress-Sites (auch über die Startseite und über den Link „Alle WordPress-Sites“ im Reiter WordPress) siehst du alle WordPress-Installationen deines Kontos auf einer Seite. Mit der Suche findest du eine Website nach Domain oder Paket. Beim Öffnen prüft die Seite jede Website live und zeigt dir die offenen Updates.
Für Sammel-Updates hakst du bei mehreren Websites die gewünschten Updates an und klickst auf „Ausgewählte aktualisieren“. Für jede Website legen wir vorher ein Sicherheits-Backup an, ohne gelungenes Backup bekommt eine Website kein Update. Du kannst die Seite danach verlassen, die Updates laufen im Hintergrund weiter. Bis zu 25 Websites sind in einem Auftrag möglich. Mehr dazu in Das WP-Cockpit: deine WordPress-Websites im Panel verwalten.
5. Automatische Updates und Sammelmail
Schalte die automatischen Updates bei jeder Website ein (Reiter WordPress, Karte „Automatische Updates“). Die Einstellung gilt je Website. Nachts zwischen 0:30 und 6 Uhr legen wir ein Backup an, spielen die Updates ein und prüfen die Website. Ist sie danach gestört, spielen wir das Backup automatisch zurück.
Hast du viele Websites mit automatischen Updates, bekommst du die Erfolgsberichte der Nacht gesammelt in einer Mail ab 8 Uhr. Probleme melden wir dir sofort und einzeln. Alle Einstellungen erklärt Automatische Updates im WP-Cockpit: so funktionieren sie.
6. Staging und Teil-Restore
Größere Änderungen testest du erst an einer Kopie der Website (Staging) und überträgst sie danach auf die Live-Seite. Geht trotzdem etwas schief, spielst du aus einem Backup nur die Datenbank, nur die Dateien oder nur einen einzelnen Ordner zurück, zum Beispiel ein Plugin. Bei „Nur Dateien“ und „Einzelner Ordner“ bleiben die Bestellungen eines Shops unberührt. Alles dazu steht in Das WP-Cockpit: deine WordPress-Websites im Panel verwalten.
7. Erreichbarkeit im Blick
turbopress prüft die Erreichbarkeit jedes Pakets automatisch und mailt bei einem Ausfall. Die Mail geht an die Mailadresse des Kontos, zu dem das Paket gehört, nicht an eingeladene Benutzer. Im Wartungsmodus und bei automatischen Updates gibt es keinen Alarm. Wie die Karte funktioniert, steht in Erreichbarkeit deiner Website: Uptime-Überwachung im Panel.
8. API und CLI für wiederkehrende Aufgaben
Was du immer wieder tust, zum Beispiel Backups anlegen, Updates anstoßen oder den Cache leeren, automatisierst du über die Hosting-API, eine Schnittstelle, über die Programme dein Hosting steuern. Du erstellst dafür ein API-Token (ein Schlüssel für diese Schnittstelle; Konto-Menü, API & KI-Zugriff) und steuerst die API mit der turbopress CLI, einem Programm für die Eingabezeile (Terminal), oder aus einem automatischen Ablauf (CI-Pipeline). Ein Token gehört zum Konto und ist an den Benutzer gebunden, der es erstellt hat. Für lange laufende Abläufe erstellst du es deshalb als Inhaber. Siehe API-Token für dein Hosting erstellen und widerrufen und turbopress CLI installieren und einrichten.
9. Rechnungen
Wie du deine Rechnungen im Panel einsiehst, steht in Rechnungen einsehen. Sollen sie an eine andere Adresse gehen, richtest du einen Kontakt ein: Rechnungen an eine andere E-Mail.
Kurz zusammengefasst
- Als Partner anmelden und Rabatt freischalten lassen.
- Ein Agentur-Konto anlegen, Kundenpakete dort bestellen. Nur wenn der Endkunde selbst zahlen soll: ein Konto je Endkunde.
- Mitarbeiter als Benutzer einladen, Rechte knapp halten.
- Automatische Updates bei jeder Website einschalten, Sammel-Updates für den Rest nutzen.
- Ausfallmails und Wartungsmodus kennen, Abläufe per API und CLI automatisieren.